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Sprechende Steine

Der Grabstein von Hark Olufs gehört als sogenannter sprechender Stein zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern auf Amrum. Er enthält eine lange biographische Inschrift. Auf der Vorderseite ist oben eine Krone in den Stein gemeißelt, hinter ihr kreuzen sich von rechts ein Köcher mit Pfeilen und darunter eine Fahne, von links ein Schwert, darunter Bogen und Trompete. Um den oberen Rand steht auf einem Spruchband: "Hier liegt der große Kriegsheld, ruht sanft auf Amrum Christenfeld." Darunter steht sein ganzer Lebenslauf: "Als seliger Harck Olufs, so daselbst geboren auf Amrum Anno 1708 den 19. Juli. Bald darauf in seinen jungen Jahren von den türkischen Seeräubern zu Algier ist er Anno 1724 den 24. Martii gefangen genommen worden. In solcher Gefangenschaft aber hat er dem türkischen Bey zu Constantin als Casnadaje 11 und ein viertel Jahr gedinet, bis ihm endlich dieser Bey Anno 1735 den 31. Oktober aus Gewogenheit zu ihm seine Freiheit geschencket, da er denn das folgende Jahr darauf als Anno 1736 den 25. April glücklich wiederum alhier auf seinem Vaterland angelanget ist, und sich also Anno 1737 in dem Stande der heiligen Ehe begeben mit Antje Harken, so nun sich nebst 5 Kindern in den betrübten Wittwestande befindet. In solcher Ehe haben sie aber einen Sohn und 4 Töchtern gezeugt. So mit ihr alle den Tod ihres Vaters fühlen müssen, da er gestorben ist Anno 1754 den 13. October, und sein Leben gebracht auf 46 Jahr und 13 Wochen."


Vergleichbar mit den sprechenden Steinen auf den Inseln Amrum und Föhr - die schon im 17.Jahrhundert Verwendung fanden und eindrucksvoll aus dem Leben der Verstorbenen erzählten, werden heute Videoclips, Bild, und Textdokumente verwendet und bei Bedarf musikalisch untermalt. Über einen in Naturstein gearbeiteten QR- Code sind diese und weitere Informationen dann von jedem Handy aus abrufbar.